Unsere Pensionen in Venezuela:

Posada Casa Vieja 1
/ Mérida


Ruhiger und erholsamer Urlaub nahe Mérida. Unterkunft inmitten des Sierra Nevada Nationalparks

Posada Casa Vieja 2
/ Altamira


Traumhafte koloniale Unterkunft im tropischen Bergregenwald


Venezuela Reisen
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Touren ab Mérida : Pico Bolívar

Bolívar Trekking

Dauer: 6 Tage
Fitness: Erfahrung von Vorteil, körperlich sehr fit! Falls die Gruppe aufgrund von Fitness oder Höhenproblemen nicht zum Gipfel aufsteigen kann, erfolgt die Fortsetzung des Treks in Absprache mit den Guides im Páramogelände
Leistung: Transport, eng. Reiseleitung, Zelte und Schlafsäcke von Salewa (2007), Isomatte, Vollverpflegung, Träger (wobei persöhnliche Dinge und (aus Sicherheitsgründen) Helm, isomatte, Schlafsack Steigeisen, Eispickel (ca. 12 Kilo) immer selber getragen werden müssen)
Preis: Tagesaktueller Preis auf Anfrage
1. Tag: Morgens brechen wir auf und fahren nach la Mucuy im Sierra Nevada Nationalpark. Wir starten auf einer Höhe von 2000 meter zu einer 5-stündigen Wanderung durch den subtropischen Nebelwald. Auf 3100 Meter erreichen wir unser Ziel die Laguna Coromoto. Hier schlagen wir die Zelte auf.

2. Tag: Heute wandern wir von der Laguna Coromoto über den Paramo bis zur Laguna Verde, wobei zunächst Elfenwälder die Landschaft prägen und dann von Páramo-Vegetation abgelöst werden. Wir werden über gewaltige Steine klettern, die während der letzten Eiszeit aus dem Gebirgsmassiv gesprengt wurden. Unser Nachtlager schlagen wir an der Laguna Verde auf. Vor uns liegt der mit schneebedeckte Humboldt-Gletscher.

Tag 3: Von hieraus wandern wir zur Laguna El Suero, in deren türkisfarbenen Wasser sich der Humboldt Gletscher, mit 4942 Meter Höhe der zweithöchste Berg Venezuelas, spiegelt. Während den nächsten 2 Stunden haben wir einen bezaubernden Ausblick über die mit Nebelwald bedeckten Täler der Sierra Nevada. An der Laguna Timoncito errichten wir unser Basiscamp.

Tag 4: Heute werden wir von der Laguna Timoncito aus mit Gurten, Seil und Helm, unter Anleitung unseres professionellen Guides, den 4-stündigen Anstieg auf das Dach Venezuelas, dem Gipfel des Pico Bolívar antreten. In der Regenzeit werden für den Aufstieg zudem Eispickel und Steigeisen benötigt. Von hier oben haben wir bei klarer Sicht einen Ausblich auf die Zuliatiefebene mit dem Maracibosee und im Süden auf die weite Steppe der Llanos. Aufstieg und Ausblick sind unvergleichliche Eindrücke. Wir kehren zurück zu unserem Basiscamp an der Laguna Timoncito.

Tag 5: Nach einem kräftigendem Frühstück wandern wir etwa 7-8 Stunden bis nach Los Nevados auf 2700 Meter Hohe. Übernachtung in einfacher Posada

Tag 6: Nach Frühstück und einer Begehung des wunderschonen Andendorfes Los Nevados erfolgt die 4-stündige Rückfahrt nach Mérida per Jeep.















Was ihr für euren Trek mitbringen solltet:
* Fleece Mütze
* Handschuhe
* Sonnenschutzkappe
* Sonnenbrille (UV Filter)
* Sonnenkreme Schutzfaktor 30 (minimum)
* Rucksack mindestens 65 l. Das Gepäck der Teilnehmer wird ca. 12 kg schwer sein!
(Ein Zusatzträger kann fakultativ dazugebucht werden.)
* mehrere T-shirts
* Skiunterwäsche
* Trekkingschuhe (an die man die Steigeisen anpassen kann)
* Winddichte Regenjacke (Goretex)
* Winddichte Hose
* Taschenlampe
* Innenschlafsack
(* Schlafsack)
(* Isomatte)
(* Kamera)

Für nachts:
* Fleece Jogging Hose
* Transtextil atmungsaktive Shirts
* Fleece Jacke
* Dicke Socken (Thermische)



Erfahrungsbericht/ Diana und Norbert Hofmann 2007
Für mich und meine Frau war der Schwerpunkt beim Bergsteigen und da wir sehr erfahrene Expeditionsbergsteiger sind wollten wir auf eigene Faust die Kordillere der Sierra Nevada erkunden. Im folgenden eine kleine Tourenbeschreibung der Trekkingroute und der schweren Gipfelbesteigungen. Die Trekkingtour selbst lässt sich von halbwegs erfahrenen, trittsicheren und vor allem ausdauernden Bergsteigern durchaus alleine durchführen. Ansonsten ist ein Guide eine sinnvolle Alternative, bei den Gipfeln allerdings dringend empfohlen, außer man hat bereits erhebliche Westalpenerfahrung! Start ist in der Nationalparkstation La Mucuy auf ca. 2030m (mit Taxi leicht von der Posada in einer halben Stunde erreicht).Hier werden auch die Permits für die Tour und den Zeitraum ausgestellt. Der erste Tourenabschnitt führt beim letzten Gebäude leicht rechts in den Urwald hinein. Dann alsbald als deutlicher Steig durch den faszinierenden immer geräuschvollen Wald. Nach überschreiten eines Rückens führt der Weg in den Talgrund zum Wasserfall. Dann nochmals Steil eine Stufe hinauf ehe sich das Gelände abflacht und bald das hintere See Ende des Laguna Coromoto auf 3200m nach 5-7 Std. erreicht ist. Die schöneren, traumhaften Zeltplätze befinden sich allerdings am hinteren Ende, also nochmals 45min. zusätzlich einplanen. Eine grandiose Natur mit den sogenannten Elfenwäldern umgibt den paradiesischen Lagerplatz. Der nächste Tag beginnt mit steilen Anstieg im linken Hangebereich des Tales. Eine Steilflanke wird in luftiger Höhe mit einem Holzbrett, mit Drahtseilsicherung überwunden, also eine Art Miniklettersteig. Folgend nochmals etwas hinab um wieder an den linken Hangseiten unter gewaltigen Felskuklissen empor zu steigen. Kurz vor der engültigen Einengung des Tales eine Schlüsselstelle im I Grad, mittels einer 5m hohen Felsrippe. Im Anschluß das Tal nach rechts ausqueren und über schmale Bänder auf die nächste Stufe steigen die das Tor zum größten See bildet, der Laguna Verde auf 4000m. Gute 5-6 Std. sollte der mit Rucksack bepackte Trekker einplanen. Ein wunderschöner See in dramatischer Lage, überragt vom zweithöchsten Gipfel Venezuelas, dem 4942m hohen Pico Humboldt. Der dritte Tag wird etwas erholsamer. Nach etwas felsiger Umrundung des unteren Seeteiles flach das Tal unterm Humboldtgipfel hinein und am Ende links nochmals aufwärts zum idyllisch gelegenen See Laguna Suero auf 4200m. Mehr als gute 3-4Std., je nach Höhenanpassung sollten genügen um den See zu erreichen.

Für die alpin versierten bietet sich am Folgetag der Humboldt an, aber Achtung keinesfalls diese Tour unterschätzen. Der Berg forderte bereits öfters Menschenleben! Der Anstieg führt am rechten Seeufer entlang zum Wasserfall im durch Gletscher geschliffenen Felskessel. Steinmännchen weisen mehr oder weniger den Weg oder mal den Weg in die Irre. Am besten zwei Stufen links des Wasserfalls empor. Dann über ein langes schmales Band steil links hinauf, den Kessel querend und gut Höhe überwindend. Bei Trockenheit Stellenweise III. Bei Nässe EXTREM rutschig und gefährlich!!! Da kaum Möglichkeiten Sicherungen zu legen. In leichteren Schotterigen Gelände angekommen wird aus den Spuren zusehends ein Steig. Dieser führt mittels Serpentinen zu den markanten Felszähnen über uns empor, unterschreitet diese um unmittelbar im Anschluss einen Sattel vor dem Gletscher zu erreichen auf ca.4800m. Nun den folgenden Grat leicht überklettern um den Gletscher zu erreichen. Das Eisfeld könnte mit Höhenverlust rechts umgangen werden. Für den Gletscher selbst drei Pflichtdinge: SEIL, PICKEL, STEIGEISEN! Erfahrung in Spaltenreichen Gelände von entscheidemden Vorteil. Durch den Gletscherrückgang haben sich auf der Scheitelhöhe viele Spalten gebildet und eine riesige durchzieht links des Anstiegs fast den gesamten Gletscher. Momentan am besten zu nächst direkt auf die Gipfelpyramide zu. Nach etwa 200m scharf rechts leicht absteigend zum Gletscherrand hinab. Anschließend auf den Grat und in leichter Kletterei zum aussichtsreichen Gipfel empor.Variante direkter Gipfelkamin, auffälliger breiter Riss unter dem Gipfel, in luftiger Kletterei III-IV zum höchsten Punkt.

Für gestandene Alpinisten eine grandiose Traumtour! Im Abstieg an den Anstiegsweg halten. Vor allem sich gut den Einstieg in den Felskessel einprägen, da diese Berge gerne bereits ab Mittag in Nebel verschwinden und ein Weg finden sich dadurch erheblich erschwert. Für die gesamte Tour sollten je nach Verhältnissen 8 bis zu 10 Stunden eingeplant werden. Am nächsten Tag startet der berühmteste Höhenweg Venezuelas, die Travesia. Eine Querung zum Bolivar auf über 4500m Höhe. Um diese zu erreichen steil über eine Geröllrinne an deren rechten Rand in die düsteren Wände hinauf. Zuletzt stark rechts Steinmännern folgend über Bänder den aufragenden Zacken oberhalb queren um in die dahinter liegende Scharte zu gelangen (La Ventana). Ab hier leicht bergab in die Travesia hinein. Bei guter Sicht fantastische Ausblicke in den grünen, von Urwäldern überzogenen Süden. Eine begrünte Wiesenstufe bildet die Halbzeit der Tour. Von hier wäre es möglich den Gipfel der La Concha mit 4922m zu erklettern. Allerdings auch Kletterei im oberen dritten Grad. Weiter ohne Nennenswerten Auf- und Abstiegen dem Spitz aufragenden Bolivar entgegen. Zum Schluss links des Bolivargipfels auf eine Schulter empor, in deren weiteren Verlauf sich ein paar geschützte Zeltplätze befinden. Diese hier sind sehr ruhig da alle anderen bereits unterhalb der Laguna Timoncita oder am See selbst zelten. Zur Trockensaison unter Umständen belegt. Für die Travesia sollten auch 6-8 Stunden eingeplant werden. bei Aufstieg zur Seilbahnstation am Pico Espejo am selben Tag nochmals 1-2 Stunden mehr. Vom erwähnten einsameren Zeltplatz eine halbe Stunde Mehraufwand zum Bolivar. Je nachdem am nächsten Tag zur Laguna Timoncita 4750m Höhe. Nur wer den IV Grad alpin im klettern beherrscht sollte einsteigen. Bei Aufstieg zur Regenzeit meist alles unter Eis und somit hochalpine Verhältnisse!! Einstieg zur Routa Weiss im mittleren Karbereich leicht links, eine Pfadspur im Geröll führt zum Einstieg. Die Standplatze sind mit je zwei PETZL Bohrhaken gesichert. Teilweise aber unter Eis, je nach Verhältnissen. Einstieg II, dann zuerst links, dann rechts zur Schlüsselstelle IV. Oberhalb in die Scharte links des Gipfels II-III oder ab Standplatz oberhalb der Schlüsselstelle Variante nach links von mir bis V/Eis, zwei Schlingen (rote von mir hinterlassen). Kleiner Kamin IV zum Grat. Auf diesen über Zacken zur vorher erwähnter Scharte der Normalroute und weiter den Grat teils links III zum Gipfel mit der Bolivarbüste. Im Abstieg abseilen, erhöhte Vorsicht bei Schlechtwettereinbruch und vor allem bei Gewitter. Am letzten Tag noch den mit gelben Markierungen versehenen Normalweg (Trittsicherheit erforderlich/I) in 1-2 Stunden zum Pico Espejo 4765m und somit zur höchsten Seilbahnstation der Welt! Kompletttour somit abgeschlossen. Bei guten Verhältnissen in 6 Tagen gut machbar, da aber immer mit Schlechtwetter und Nebel zu rechnen ist würde ich vorschlagen wie wir es gemacht haben bei der Tour inklusive der Gipfel 10 Tage anzusetzen.
Dann viel Spaß bei den Abenteuern auf den Eisgipfeln am Rande des Amazonas!

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