Reiseführer Venezuela

[geographisches] [interessante touren] [erholsame strände]

Einleitung

Venezolaner lieben die genussbefriedigenden Kleinigkeiten und so finden sich auch unsere alltäglichen Wünsche während der Reise zutiefst erfüllt: Qualitativ hervorragender einheimischer Kaffee wird selbst in kleinen Kiosken in italienischen Gaggia-Espresso-Maschinen aufgebrüht. Den Start in den Tag begleitet zudem ein Glas frisch gepresster Orangensaft. Die durchweg gelungenen Biersorten Polar und Regional sind immer und überall gekühlt erhältlich. Snacks findet man den ganzen Tag über in Form von Empanadas (mit Käse, Fleisch oder Fisch gefüllte Teigtaschen) oder Arepas (Mais- oder Weizenfladen, die im Moment des Kaufes aufgeschnitten und nach Gusto gefüllt werden).









[Übersicht zoomen]

Den Gaumen verwöhnt, lässt sich die Natur entdecken: Die Vielfalt der Landschaften Venezuelas sucht weltweit ihresgleichen. Subtropischer Regenwald, mit Frailejones bedeckter Páramo, Kaktuscanyon, die endlos flache Steppe, Tafelberge, Karibikstrände.

Tier- und Pflanzenwelt stehen der Landschaft in nichts nach. So ist Venezuela neben Kolumbien und Peru das an Vögeln reichste Land der Erde. Wer Venezuela bereist, wird viel unterwegs sein: auf eigene Faust die Berglandschaften erwandern, sich Touren in das Delta des Catatumbo oder des Orinoko, in die Steppe der Llanos und in das Reich der Tafelberge anschließen. Eine Menge Abenteuer ist im Spiel und verlangt nach körperlichem Ausgleich in Form eines bezaubernden Karibikstrandes, dem relaxten sich Treiben lassen in der kolonialen Studentenstadt Mérida oder dem Aufsuchen heißer Quellen im Frühdunst bevor die Sonne den Blick auf die Bergwelt frei gibt.

Der Hauptteil dieses Reiseführers besteht aus Beschreibungen von Ausflugsmöglichkeiten in die Natur, in Form von ein- oder mehrtägigen Touren, individuell oder mit Guide organisiert, und Abenteuertrips. Für die geführten Touren nenne ich jeweils einen oder zwei der lokalen Anbieter, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe in Bezug auf: Gesehenes, Erlebtes und Spass. Darüber hinaus lohnt es, sich mit anderen Reisenden auszutauschen. So vermeidet man, einer schlecht organisierten Tour anzugehören, die erst gar nicht in spannende Gebiete vordringt oder von einem ungeschulten Guide geführt wird. Ausgangspunkte für die Mehrzahl aller Touren sind Mérida im Westen und Ciudad Bolívar im Osten.

Stressfrei durch Venezuela
Caracas meiden: Leider ist ein Besuch der Hauptstadt aufgrund der Kriminalität für den gemeinen Touristen nicht zu empfehlen, schon gar nicht, wenn man vor hat, am Plaza Bolívar eine Kamera zu zücken. -> Vor der Reise über ein Hotel oder eine Reiseagentur in Venezuela, die Weiterreise organisieren. [mehr]

Nationale Reisezeit zu Weihnachten (15. Dezember-10. Januar), Karneval (besonders in Mérida, Choroní, Colonia Tovar) und Ostern: Busse, Inlandsflüge und Hotels sind frühzeitig ausgebucht. In Choroní gilt dies zudem für die Wochenenden, an denen die Preise der Hotels auf das doppelte ansteigen. -> Reisen im Vorfeld organisieren.




Geographischer Vorgeschmack
Karibik: Im Norden reihen sich die Strände der Karibik aneinander. Auf den Inseln (Los Roques, Morrocoy) mündet der feinste weiße Sand ins türkis- und blauschimmernde Meer, welches unter Wasser mit gewaltigen Korallenriffen durchsetzt ist. Am Festland säumen riesige Kokospalmen die langen Buchten, und Bananenplantagen im Flachland wechseln sich mit Kakteen besetzten Hängen ab (Choroní).

Anden: Die Stadt Mérida, auf 1500 Meter Höhe gelegen und angenehm im Klima, ist zum Entspannen genau so geeignet wie zum Feiern. Sie ist Ausgangspunkt für Wanderungen, Jeep- und Abenteuer-Trips (Gleitschirmfliegen, Trekking, Rafting etc.) in den Anden, wie auch für Touren in die Llanos, den Estado Amazonas und zum Maracaibo-See ins Catatumbo-Delta. Von der Innenstadt aus führt die längste Seilbahn der Welt in die Sierra Nevada hinauf, dessen höchster Berg, der Pico Bolívar, 5007 Meter misst. Auf engstem Raum entfaltet sich rund um Mérida die größte Vegetationsvielfalt: Kaktuscanyon, Nebel- und Elfenwald, Páramo, Steppe und Dschungel, sowie Kakao-, Kaffee- und Zuckerrohrplantagen.

Los Llanos: Die plane Steppe reicht bis an den Horizont. Rinder, Büffel und Wildpferde grasen auf den Weideflächen. Dazwischen überfliegen Schwärme von purpur-roten Ibizen die Prärie. Per Pferd und Jeep erreicht man Wasserlöcher, an denen Kaimane nach Piranhas schnappen, Jaribu-Störche und rosarote Löffler nach Fröschen fischen. Eine acht Meter lange Anakonda beobachtet das Treiben, während Ameisenbären bis zum Einbruch der Dunkelheit warten und dann zur Jagd nach Termiten aufbrechen.

Tafelberge: In den Staaten Bolívar und Amazonas finden sich 115 Tafelberge. Diese aus dem flachen Land heraus 2000 Meter in die Höhe ragenden Bergformationen werden von den hier heimischen Pemón-Indianern Tepui genannt, was soviel bedeutet wie Haus der Götter. Aus diesem Grund dürfen bis heute nur wenige Tafelberge, wie der Roraima oder der Chiricayén, bestiegen werden. In Canaima sorgen die Tepui, durchzogen von Flüssen und Seen, mit ihren tausend und einem Wasserfall - der vor allem zur Regenzeit beeindruckende Salto Angel ist der höchste Katarakt der Welt - für eine filmreife Szenerie.



Interessante Touren

Ab Mérida:
  • Los Llanos: Tierparadies [mehr]
  • Los Nevados und Teleférico: Andenwanderung [mehr]
  • Páramo: Gletscherseen, Frailejones, koloniale Dörfermehr]
  • Catatumbo-Delta: Bootstour im Maracaibo-See [mehr]
  • Anden-Trekking: Lagunentrail [mehr]
  • Abenteuer: Canyoning, Paragliding, Horseback Riding [mehr]

Ab Ciudad Bolívar:
  • Canaima/Salto Angel: Tafelberge und höchster Wasserfall der Welt [mehr]
  • Roraima-Tafelberg-Trekkingmehr]



Erholsame Strände
  • Choroní/Puerto Colombia: Festlandstrände im Nationalpark Henri Pittier (Strand, Touren) [mehr]
  • Cayo Sombrero: Insel im Nationalpark Morrocoy (Strand) [mehr]
  • Los Roques: Inselgruppe (Strand, Tauchen) [mehr]
  • Carúpano/Playa Medina/Mochima (Strand, Touren, Tauchen) [mehr]


Bildergalerie